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	<title>Kellerkinds Castle</title>
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		<title>Kellerkinds Castle</title>
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		<title>Sternenlicht</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jan 2009 00:12:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shidave</dc:creator>
				<category><![CDATA[Old Stuff]]></category>

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		<description><![CDATA[Mach die Tür auf!“ Er schreit, aber ich habe zu große Angst, als das ich die Tür öffnen könnte. Warum tut er das? Warum tut er es immer  und immer wieder? Mein Körper ist schon mit blauen Flecken übersäht. Ich muss immer eine Sonnenbrille und Schminke tragen, damit niemand sieht, dass er mich in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=shidave.wordpress.com&blog=4018736&post=37&subd=shidave&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="color:#999999;">Mach die Tür auf!“ Er schreit, aber ich habe zu große Angst, als das ich die Tür öffnen könnte. Warum tut er das? Warum tut er es immer  und immer wieder? Mein Körper ist schon mit blauen Flecken übersäht. Ich muss immer eine Sonnenbrille und Schminke tragen, damit niemand sieht, dass er mich in mein Gesicht schlägt. Ich darf keine Freunde haben, weil er Angst hat, ich könnte ihnen sagen, was hier passiert. </span></p>
<p><span style="color:#999999;">„Meine Kleine, warum machst du die Tür nicht auf?“ Seine Stimme klingt jetzt ganz lieb. Was sollte sie jetzt machen? „Wir können doch über alles reden.“ Seine Stimme wird jetzt leiser, so, als ob er von der Tür weggeht. Aber im nächsten Augenblick kann ich hören, wie er  brutal gegen die Tür rennt. „Mach Tür auf, oder ich trete sie ein!“ Jetzt schreit er wieder. <span id="more-37"></span></span></p>
<p><span style="color:#999999;">Ängstlich verkrieche ich mich in der dunkelsten Ecke meines Zimmers. So habe ich ihn noch nie erlebt. Was wird er jetzt wohl tun? Ich weiß es nicht und, dass macht mir Angst. Draußen ist es mittlerweile ruhig geworden, die Sterne stehen am Himmel und funkeln mich an, sie zwinkern mir zu. Ich will zu diesen Sternen. Es muss schön sein da oben. Ich stehe auf, gehe zum Fenster und setzte mich auf die Fensterbank. Er hat es mir zwar verboten, aber ich kann nicht anders. Das Licht in meinem Zimmer ist gelöscht, damit ich mir die Sterne ganz genau ansehen kann. </span></p>
<p><span style="color:#999999;">Alle sagen, dass Sterne alle gleich aussehen, aber das stimmt nicht. Wenn man ganz genau hinguckt, kann man sehen dass jeder Stern seine eigene Farbe hat.  Meine Blicke fallen auf den Mond. Es ist lange her, dass ich ihn in so voller Pracht gesehen habe. Den Mond. Aber ich mag den Mond nicht so gerne, denn um ihn herum sind keine Sterne. Ich öffne mein Haar und es fällt mir über die Schultern. Ich mag mein Haar. Es ist das Einzige an mir, was er nicht entstellen kann. Es ist lang und schwarz. Ob es den Sternen auch gefällt? Mein Haar. </span></p>
<p><span style="color:#999999;">Ich kann hören, wie er wieder und wieder gegen die Tür schlägt, aber es stört mich nicht. In der Fensterscheibe kann ich sehen, wie sich das Sternenlicht in meinen Augen wiederspiegelt. Sie sind so schön und sind nie alleine. Es sind so viele Sterne, dass ich sie gar nicht zählen kann. Mama hat die Sterne auch immer gemocht. Ich weiß nicht viel von meiner Mama, nur dass sie immer, wenn die Sterne aufgingen, auf den Balkon ging und sich mit mir die Sterne ansah. </span></p>
<p><span style="color:#999999;">Sie hat dann manchmal geweint und gesagt, das sie bald auch ein Stern seien würde. Dann eines Tages hat sie es auch gemacht. Ich weiß nicht warum damals alle geweint und mich beschimpft haben. Sie sagten, ich sei ein undankbares Kind, weil ich nicht um meine Mama weinen würde. Ich habe ihnen damals versucht zu erklären, dass meine Mama jetzt ein Stern ist und ich mich freue, dass sie es ist, weil sie es sich schon so lange gewünscht hatte. Aber dann haben sie alle noch mehr geweint. </span></p>
<p><span style="color:#999999;">Einer der Sterne blinzelt mir zu. Er ruft mich. „Komm her zu mir! Mach das Fenster auf, ich will dir nahe sein!“ Zögernd blicke ich zur Tür. Er hat aufgehört, dagegen zu rennen. Vielleicht ist er müde geworden und ist gegangen. Ich darf das Fenster nicht öffnen. Er hat Angst, dass man mich sehen könnte. Aber ich kann nicht anders. Ich muss den Sternen näher sei. Die Klinke ist ganz kalt,  als ich sie berühre. Ich öffne ganz vorsichtig das Fenster und lehne mich hinaus.  Ich will den Sternen so nahe wie möglich sein, damit ich nicht mehr so alleine bin. Sie sind so schön. Sie sind so viele, und sie sind niemals einsam, so wie ich es bin denn, sie sind alle Freunde. Ich will zu ihnen, aber sie sind so weit weg, dass ich sie nicht erreichen kann. Plötzlich knallt die Tür auf und ich zucke zusammen. Jetzt ist er in dem Zimmer. Ich verliere das Gleichgewicht und falle nach vorne. Der einzige Laut, der meiner Kehle entschlüpft, ist ein leises Keuchen, als ich falle. Ich schließe die Augen, und erst jetzt merke ich, dass ich nicht falle, sondern fliege. Ich fliege den Sternen entgegen. Ich fühle den Wind, wie er auf mein Gesicht bläst, mein Haar streichelt, so wie Mama es immer getan hat.  Dann tut mir plötzlich alles weh. Was ist passiert? </span></p>
<p><span style="color:#999999;">Ich kann fühlen, wie mich jemand herum dreht. Er ruft etwas, aber ich verstehe es nicht. Ich bin schon zu weit weg. Noch einmal öffne ich meine Augen. Ich sehe Sterne, überall wunderschöne strahlende, bunte Sterne und meine Mama. Sie steht zwischen den Sternen und winkt mir zu. Ich freue mich sie zu sehen und laufe auf sie zu, und als sie mich in ihren Armen hält, weiß ich, dass ich jetzt auch ein Stern bin.</span></p>
<p align="center"><span style="color:#999999;">ENDE</span></p>
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		<title>Night</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 23:51:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shidave</dc:creator>
				<category><![CDATA[Old Stuff]]></category>

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		<description><![CDATA[„Tür auf!!! Kalt!!!“
Energisch trat sie gegen die verschlossene Tür. Sie hatte es schon vor fünf Minuten aufgegeben, sinnvolle Sätze zu bilden und beschränkte sich nun auf das Wesentliche.
Endlich hörte sie schlurfende Schritte hinter der Tür und das Klimpern von Schlüsseln.
„Ging das nicht schneller?“ beschwerte sie sich, als sie sich an dem erstaunten Mann vorbei durch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=shidave.wordpress.com&blog=4018736&post=34&subd=shidave&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="margin-bottom:0;">„Tür auf!!! Kalt!!!“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Energisch trat sie gegen die verschlossene Tür. Sie hatte es schon vor fünf Minuten aufgegeben, sinnvolle Sätze zu bilden und beschränkte sich nun auf das Wesentliche.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Endlich hörte sie schlurfende Schritte hinter der Tür und das Klimpern von Schlüsseln.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Ging das nicht schneller?“ beschwerte sie sich, als sie sich an dem erstaunten Mann vorbei durch die geöffnete Tür drängelte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Endlich“ Seufzte sie erleichtert, als sie in der Mitte des Zimmers stand.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Hast du eigentlich eine Ahnung, wie arschkalt es draußen ist? So eine Kälte gehört verboten. Warum machen sie das eigentlich nicht mal? Ich mein, die haben für alles und jeden ein Verbot. Warum nicht auch für diese beknackte Kälte?“  Schimpfte sie lauthals, während sie sich aus vier Schichten schälte, die aus einem Mantel, einem Anorak, einer Windjacke und einer Stickjacke bestanden. Darunter trug sie einen dicken schwarzen  Rollkragenpullover.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Zum Schluss nahm sie noch ihren Schal ab und setzte sich auf einen Stuhl, der vor dem Küchentisch stand.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Warum kannst du nicht in deine eigene Wohnung gehen und dich da in dein Bett legen, wie jeder normale Mensch auch?“ beklagte sich der junge Mann, dem die Wohnung gehörte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Geht nich.“ Kam es kurz angebunden von ihr. „Der Hausbesitzer hat mir den Strom und die Heizung abgedreht, weil ich die letzte Rechnung nicht bezahlen konnte.“ Sie zuckte die Schultern, wobei ihr feuerrotes Haar weich über selbige fiel. Von draußen, klang das Schrillen einer Polizeisirene herein und sie zuckte zusammen. „Außerdem hat er die Polizei gerufen, weil ich den, ach so süßen Pudel seiner Frau rasiert habe.“  <span id="more-34"></span></p>
<p style="margin-bottom:0;">„Du has was?“</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Guck nicht so ungläubig, Simon. Du wusstest es und ich wusste es auch, dass der Tag kommen würde, an dem jemand, dieses kleine Mistviech scheren würde.  Es war nur nicht zu ersehen, das ich Diejenige sein würde, welche.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Ich fass es nicht.“ Der blonde Mann, schüttelte den Kopf und versuchte ein Lachen zu unterdrücken. Er hasste diesen Hund, wie alle anderen Hausbewohner auch. Mrs Brown, die Ehefrau des Vermieters hatte nämlich die schlechte Angewohnheit, ihren Rassepudel Pinki im Hausflur Gassi zu führen. Da konnte es schon einmal vorkommen, daß man sich, wenn man morgens die Wohnung verlassen wollte in einer Tretmiene von gigantischem Ausmaß wieder fand. Die Mieter hatten oft untereinander gewitzelt, dass man diesen vierbeinigen, gepetzten  Darm am besten mal eine Enthaarungsschaum Packung ins Fell schmieren sollte. Als Strafe dafür, das die Hausbewohner oft viel Zeit damit verbrachten, den Gestank von ihren Sohlen zu bekommen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Und sie hatte es nun tatsächlich getan. Simon reichte ihr eine Tasse mit heißem Tee, den sie erst einmal dazu verwendete um sich ihre Finger zu wärmen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Und was war das für ein Gefühl?“ Bohrte er, nachdem sie einen Schluck genommen hatte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Du ahnst gar nicht wie gut das getan hat.“ Ihre Augen strahlten. „Es wird Monate dauern, bis das Fell wieder nachgewachsen ist und sie wird sich nicht aus der Wohnung trauen, bis es soweit ist.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Bist du ganz sicher Night? Immerhin, man kann nicht wissen, vielleicht erkältet sich das Tier und du bekommst eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung eines Tieres.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Sie sah ihn überrascht an. Fing sich dann aber doch wieder schnell. „Papalapap. Als ich ihn rasiert habe war die Heizung noch an und ich hab ihn in ne Decke gewickelt, als ich ihn bei Browns vor die Tür gesetzt hab.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Night nahm noch einen tiefen Schluck aus der Tasse um Ruhe vorzuspielen. Aber das rastlose umherirren ihrer Augen verriet, das sie angestrengt nachdachte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Dem wird schon nichts passiert sein.“ Sagte sie schließlich, mehr zu sich selbst, als zu Simon, der ihr gegenübersaß.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Vor der Tür waren die eiligen Schritte der Polizisten zu hören, die den Flur entlang liefen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Ich fürchte, ich muss dich jetzt verlassen.“  Night grinste und erhob sich von ihrem Platz.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Mr Andrews, machen sie die Tür auf! Hier spricht die Polizei.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Du hast doch mehr gemacht, als nur den Hund zu rasieren. Sonst würden die doch nicht so den Aufstand proben.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Night schien wieder scharf nachzudenken. „Es könnte durchaus sein, das sie auf den Videoaufnahmen gesehen haben, wie du deine Bank überfallen hast.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Simon starrte sie entgeistert an. Er war seit Monaten nicht mehr in die Nähe seiner Bank gekommen. Night war es, die ihm erzählt hatte, dass die Bank überfallen worden war. Sie war an diesem Tag da gewesen und hatte ihm alles Haarklein berichtet.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Bist du dir da so sicher?“ Sie grinste ihn an.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Es war ein Grinsen, das die Hölle hätte zufrieren lassen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">War es plötzlich kalt?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Warum war es so kalt?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Er kannte Night schon so lange, war sie etwa in der Lage…</p>
<p style="margin-bottom:0;">Hatte sie etwa die Bank überfallen und wollte ihm alles in die Schuhe schieben? Aber warum war er dann auf dem Videoband zu sehen?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Das Licht flackerte und schließlich gingen die Lampen ganz aus.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Ich hab dir sooft geraten, dass du das Stromnetz von deinem Nachbarn anzapfen sollst. Aber nein, du bist doch ein ehrbarer, rechtschaffener Bürger, der sich nichts zu schulden kommen lässt. War doch klar, das ich ein bisschen helfen musste, sonst währst du noch krepiert, weil du nämlich keine Arbeit hast, kaum Geld zum Leben und trotzdem immer so verdammt freundlich zu allen Leuten sein musst. Auch wenn es offensichtlich ist, das sie dich nach Strich und Faden verarschen.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Night kam auf Simon zu ihre Augen funkelten gefährlich, selbst in der Dunkelheit konnte Simon ihren irren Gesichtsausdruck erkennen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Mr Andrews, wenn sie nicht gleich die Tür aufmachen, dann müssen wir Gewalt anwenden.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Sollten sie doch rein kommen. Sollten sie doch sehen, dass er bedroht wurde. Es war ihm alles recht, solange Night ihm nicht zu Nahe kam.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Fahrt doch zur Hölle!!“ brüllte Night.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Mr Andrews. Wir kommen jetzt rein!“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Polizisten traten gegen die Tür. Die trotz der enormen Kraft standhielt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Entsetzt blickte Simon zu der Rothaarigen hinüber, die begann lautstark zu lachen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Ist es nicht traurig, dass du so ein armer, kleiner, schizofrener Hund bist?“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Tür zerbrach und Night war weg, aber sie hatte etwas in seinem Gedächniss hinterlassen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Etwa zwei Monate später, wurde ein junger Mann mit Namen Simon Andrews zum Tod durch Gift verurteilt. Man sagte ihm zwei Morde, eine Vergewaltigung und einen Banküberfall nach. Er sitzt noch heute, wie viele Andere auch, in seiner Zelle und wartet auf seinen Tod und wie viele andere auch, bestreitet er alle Taten.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Er behauptet eine Frau namens Night, habe ihre eigenen Verbrechen auf ihn abgewälzt um sich vor ihrer Strafe zu drücken.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Manch einer mag ihm glauben schenken, aber er wird sie niemals finden, die Frau namens Night. Denn sie existierte für etwa ein Jahr nur in Simons Kopf.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
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		<title>Er war einfach nur da</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 22:52:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shidave</dc:creator>
				<category><![CDATA[Old Stuff]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Tränenschleier machte es mir fast unmöglich meinen Weg durch den langen, leeren Flur des Hotels zu finden.
Warum hatte er das getan? Ich hatte ihm alles zu Füßen gelegt.
Meine Seele, mein Herz.
Ihm meine besten Jahre geschenkt.
Warum hatte er mich betrogen?  
Ich war vierzig. Das ist doch kein Alter für eine Frau?
War es weil wir [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=shidave.wordpress.com&blog=4018736&post=32&subd=shidave&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ein Tränenschleier machte es mir fast unmöglich meinen Weg durch den langen, leeren Flur des Hotels zu finden.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Warum hatte er das getan? Ich hatte ihm alles zu Füßen gelegt.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Meine Seele, mein Herz.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ihm meine besten Jahre geschenkt.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Warum hatte er mich betrogen?  <span id="more-32"></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich war vierzig. Das ist doch kein Alter für eine Frau?</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">War es weil wir keine Kinder hatten?</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich wusste es nicht, und das zerriss mein Herz.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Endlich hatte ich es geschafft mich zu dem Fahrstuhl vorzukämpfen, der mich vom 14ten Stock aus ins Erdgeschoss befördern sollte.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich drückte einfach irgendwelche Knöpfe auf der Schalttafel und irgendwann öffnete sich die Tür und ich stieg in diese riesige Fahrstuhlkabine, in der ich mir so winzig und unbedeutend vorkam.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Tränen liefen noch immer über meine Wangen und zeichneten schwarze Bäche  aus  Wimperntusche, die ich gleich wieder verschmierte, als ich mir ungeniert mit dem Ärmel die Tränen abwischte und die Nase laut hochzog.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Eine Erinnerungsflut kam über mich und alles war wieder da.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich lief den Hotelgang endlang, auf diese riesige Flügeltür zu. Meine Hände waren vor freudiger Erwartung schon ganz feucht.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Was war das für eine Überraschung, die er für mich hatte? Er hatte so geheimnisvoll am Telefon geklungen.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich drückte einfach die Klinke herunter und öffnete die Tür. Ich war zu aufgeregt um anzuklopfen.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Und was mich erwartete war wirklich eine Überraschung.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Peter Cornwall, angesehener Geschäftsmann und seit, auf den Tag genau, 18 Jahren mein Ehemann, stand in der Mitte des Raumes und tanzte eng umschlungen mit einer jungen Frau; zu unserem Lied!!!!</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Er lächelte sie an und seine Augen strahlten so wie bei unserer Hochzeit.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Erst als sie sich voneinander loslösen konnten bemerkte sie mich.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich selbst war wie versteinert und konnte mich nicht von diesem Anblick losreißen.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Schließlich erklärten sie es mir.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Seit 4 Jahren kannten sie sich schon und vor 2 Jahren stellten sie fest, dass sie sich liebten.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Er wollte die Scheidung. Das sagte er mir an unserem Hochzeitstag.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Warum?“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Wieder stiegen mir die Tränen in die Augen und ein Schluchzen schüttelte mich.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Das weiß niemand, Goldstück.“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Doch, er weiß es, aber er will es mir nicht sagen.“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich weinte.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Tränen liefen über mein Gesicht und ich versuchte sie abzuwischen.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Plötzlich verharrte ich in der Bewegung. Wer hatte da gesprochen?</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich drehte mich um, aber da war niemand.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Hier bin ich, hier unten.“ An die Kabinenwand gelehnt, saß ein junger Mann. Er war Asiate und hatte sein Haar in einem knalligen Pink gefärbt. Um seine Augen herum war er geschminkt und in seiner Hand hielt er eine Schnapsflasche.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Er grinste mich an und prostete mir zu, bevor er die Flasche an die Lippen setzte um einen großen Schluck daraus zu nehmen. Er hatte ein hübsches Gesicht. Man konnte ihn fast mit einem frech aussehenden Mädchen verwechseln.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Er saß einfach nur da, in seinem addidas Trainingsanzug, der ihm zwei Nummern zu groß war und … war einfach nur da.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Ärger mit dem Liebsten?“  Er grinste, aber er sah trotzdem unglücklich aus.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Das geht Sie nichts an!“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Warum hatte ich ihn nicht bemerkt? Was wollte er? Nervös strich ich mir eine Strähne aus dem Gesicht und er nahm wieder einen Schluck aus seiner Flasche.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Das Leben ist ungerecht“ stellte er fest. Er klang schon leicht angetrunken.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Gott, wie ich ihn um seinen Zustand beneidete.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Auch nen Schluck?“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich zögerte einige Sekunden, nahm dann aber doch an. Der Schnaps war warm und brannte entsetzlich in meinem Hals. Mir wurde etwas schwindelig und ich musste mich setzen.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Mit einem Ruck hielt der Fahrstuhl im Erdgeschoß und die Tür der Kabine öffneten sich.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Menschen liefen durch die Halle und gingen ihren Tätigkeiten nach, aber niemand bemerkte uns.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Musst du nicht raus?“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Er nickte in Richtung Hotelausgang und warf mir einen fragenden Blick zu.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Ob ich mich nun hier betrinke oder in der Hotelbar, das ist so ziemlich egal.“ Ich nahm noch einen Schluck und gab ihm die Flasche zurück.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Er reckte sich zu der Schaltfläche hoch und drücke einen Knopf. Die Türen schlossen sich und die Kabine setzte sich mit einem erneuten Ruck wieder in Bewegung.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Wohin fahren wir?“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Er zuckte  mit den Schultern. „Keine Ahnung. Ist aber auch egal. Wir fahren einfach solange bis unser Ticket abgelaufen ist.“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Obwohl ich es nicht wollte, musste ich lächeln. Dieser Junge war wirklich erfrischend.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Michaela Cornwall, …geschiedenen Cornwall… bald.“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich streckte ihm meine Hand entgegen und er nahm sie. Sie war so kalt, wie der Schnaps warm war.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Shadow“ es klang knapp und kurz angebunden aber trotzdem herzlich.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Also hatte ich doch Recht, Goldstück.“ Er setzte die Flasche erneut an, trank aber nichts.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Wieder stiegen mir die Tränen in die Augen. „Hey, hey, nicht weinen! Ich kann Frauen einfach nicht weinen sehen, schon gar nicht so eine hübsche Frau wie sie es sind.“ Shadow reichte mir ein Taschentuch und sah mich mitleidig an.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Reden ist besser als weinen!“ Er nickte, als müsse er sich selbst erst davon überzeugen. „Reden wir!“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Heute ist unser Hochzeitstag&#8230;“ Ich schnäuzte in das Taschentuch und erzählte ihm alles.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich saß da und redete und redete und der Aufzug hielt immer wieder und setzte sich immer wieder in Bewegung …und Shadow? Er saß da, war ganz still und hörte mir einfach nur zu.</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="en-GB" align="justify">
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Sie war noch fast ein Kind.“ Endete ich und brach wieder in Tränen aus.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich hörte wie Shadow sich aufrichtete, sich bewegte und sich schließlich neben mich setzte. Er legte einen Arm um mich und ich ließ mich fallen.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich weinte hemmungslos, wie ich es noch nie zuvor in meinem Leben getan hatte.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Liebe ist etwas Schönes.“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Mit  einem Mal klang er, als hätte er den ganzen Abend keinen Alkohol angerührt.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Es tut weh, wenn die Liebe enttäuscht wird und es tut noch lange Zeit danach weh, aber irgendwann, wirst du zurückblicken und sehen, wie gut du es trotz allem hast.“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Meine Nase war vom vielen Schnäuzen schon wund und rot und meine Augen dick und geschwollen, aber noch immer lief mir das Wasser aus Augen und Nase.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Er zitterte, am ganzen Körper.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Weißt du, ich war auch einmal verliebt. Er hat mir den Himmel auf Erden versprochen. Aber er war nicht gut zu mir.“ Seine Stimme klang gepresst, so als halte er die Tränen mit aller Gewalt zurück.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich versuchte in seine Augen zu sehen. Sie waren so stumpf und leer.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Ich habe viele Dinge für ihn gemacht. Dinge, die ich nicht wollte.“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Shadow lachte.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Es klang bitter.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Er hat mir beigebracht, das weinen nichts nütz. Es achtet sowieso niemand darauf.“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Wieder nahm er einen Schluck aus der Flasche und ich konnte fühlen, wie er sich entspannte und in sich zusammensackte.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Er war eingeschlafen.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich blickte zu der Anzeige um zu sehen in welchem Stockwerk wir uns befanden, aber ich konnte nichts erkennen, denn die Ziffern begannen vor meinen Augen hin und her zu tanzen und verschwanden schließlich in der völligen Leere die mich umschloss.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich erwachte mit Kopfschmerzen und stellte fest, dass es nicht mein Bett war, in dem ich lag, sondern eines der Hotelbetten.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Dunkel konnte ich mich an die Geschehnisse des vergangenen Abend erinnern.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Peter und diese junge Frau, das Geständnis, das er sich scheiden lassen wollte und …</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Shadow. Der pinkhaarige Junge, mit dem ich den Rest des Abends unentwegt den Fahrstuhlschacht hoch und wieder herunter gefahren war.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Dem Jungen, der mich nicht gekannt hatte und doch für mich da gewesen war.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Wo war er nur?</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ich hörte wie sich die Zimmertür öffnete und ein Zimmermädchen den Raum betrat.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Sie sind schon aufgewacht wie ich sehe.“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Sie lächelte mich freundlich an, aber es war ein aufgesetztes Lächeln. Ein Lächeln, das nichts wert war.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Unser Portier fand sie um etwa 1Uhr nachts im Fahrstuhl. Sie haben geschlafen und weil bei ihnen Zu Hause niemand zu erreichen war, haben wir sie in dieses Zimmer gebracht.“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Sie ging zum Fenster und zog die Vorhänge zur Seite.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Die grellen Sonnenstrahlen blendeten mich und ich kniff die Augen zu.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„War wohl ne harte Nacht!“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Das Zimmermädchen lächelte noch immer, aber ich konnte in ihrer Stimme ganz deutlich, hören, was sie wirklich meinte.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">`Alte Säuferin`</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Aber es war mir im Moment egal. „ War noch jemand im Fahrstuhl?“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Das Mädchen blinzelte erstaunt. „Ja, da war ein Junge mit pinken Haaren. Aber keine Angst. Den haben wir gleich rausschmeißen lassen. Der hatte hier nun wirklich nichts zu suchen. Dieser abartige, kleine Parasit.“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Niemals wieder wurde mir die Kluft zwischen Arm und Reich so deutlich gemacht wie an diesem Morgen. Auch verstand ich, daß es nicht immer die Guten sind, die Belohnt werden.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Shadow half mir in einer der schwersten Stunden meines Lebens, aber ich konnte nichts für ihn tun, denn ich wusste nicht wo er war.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Einmal jedoch sah ich ihn wieder. Zwar nur für einen flüchtigen Moment, aber ich erkannte ihn.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ein Mann sprach mit ihm, gab ihm Geld und Shadow stieg in das Auto ein, das kurz darauf in den Strassen New Yorks verschwand.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
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	</item>
		<item>
		<title>Das Märchen ohne Namen</title>
		<link>http://shidave.wordpress.com/2009/01/02/das-marchen-ohne-namen/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 22:42:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shidave</dc:creator>
				<category><![CDATA[Old Stuff]]></category>

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		<description><![CDATA[Es was einmal ein Mädchen, das hatte seinen Liebsten verloren.
Doch man gestattete dem Mädchen nicht, um ihren Schatz zu trauern und ihre Eltern suchten nach einem neuen Mann, der ihre Tochter heiraten sollte.
Schon als ihr Liebster beigesetzt wurde, stellten sie dem Mädchen zwei neue Männer vor, die sie als mögliche Heiratskandidaten auserkoren hatten.
Das Mädchen aber [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=shidave.wordpress.com&blog=4018736&post=30&subd=shidave&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="margin-bottom:0;">Es was einmal ein Mädchen, das hatte seinen Liebsten verloren.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Doch man gestattete dem Mädchen nicht, um ihren Schatz zu trauern und ihre Eltern suchten nach einem neuen Mann, der ihre Tochter heiraten sollte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Schon als ihr Liebster beigesetzt wurde, stellten sie dem Mädchen zwei neue Männer vor, die sie als mögliche Heiratskandidaten auserkoren hatten.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Das Mädchen aber schwieg und würdigte keinen der Männer auch nur eines Blickes.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nun war einer der Männer der Sohn des Bürgermeisters und dieser war erbost über die Abneigung, mit der das Mädchen seinem Sohn begegnete.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Also jagte er die Familie aus der Stadt und verbot ihnen jemals wieder einen Fuß über die Stadttore zu tun.<span id="more-30"></span></p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Eltern versuchten ihre Tochter mit anderen Männern zu verheiraten, doch immer wies das Mädchen sie ab und die Eltern mussten die Stadt verlassen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Nach einem Jahr schließlich, verheirateten sie das Mädchen schließlich mit einem Herzog, der sich nicht von der Abneigung des Mädchens hatte abschütteln lassen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Doch auch nach der Hochzeit, wurde er nicht glücklich mit ihr, denn wann immer sie gemeinsam im Ehebett lagen, rief sie den Namen ihres Liebsten.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Der Herzog begann seine Frau zu schlagen, weil er glaubte, sie betrüge ihn mit einem anderen Mann, und so kam es, das sie in einer stürmischen Nacht aus dem Haus ihres Mannes floh.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nachdem das Mädchen lange durch die lande gezogen war, erreichte sie ihre alte Heimat wieder. Doch wollte man sie nicht durch das Tor lassen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Eine alte Frau zeigte erbarmen und rief das Mädchen zu sich. Sie nahm sie mit in ihr Haus, das außerhalb der Stadttore lag und gab ihr zu essen und ein weißes Kleid.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Das Mädchen jedoch sprach kein Wort und sah nur in Richtung Norden, wo das Grab ihres Liebsten lag.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Alte hatte wohl die Geschichte von dem Mädchen gehört, kannte sie doch die ganze Stadt, und wieder regte sich in ihrem Herzen Mitleid.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Sie nahm das Mädchen bei Seite und sprach zu ihr. „ Ich sehe, dass du hier nicht glücklich bist und auch niemals glücklich sein wirst. Wohl weiß ich auch, dass du mich schon bald verlassen wirst. Darum möchte ich dir jetzt etwas geben und dich bitten, es immer bei dir zu tragen, was immer auch geschieht.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Frau gab dem Mädchen eine Rose, die aus feinstem Kristall gemacht war und in allen Farben des Regenbogens leuchtete, wenn man sie in die Sonne hielt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Am nächsten Tag machte sich das Mädchen auf in Richtung Norden.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Als sie schließlich den Friedhof erreichte, auf dem das Grab lag, verlangsamte das Mädchen seine Schritte und sah noch einmal zurück.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Doch drehte es nicht um, sondern betrat den alten Friedhof und suchte das Grab.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Dort setzte es sich, mit ihrem weißen Kleid, auf das Grab nieder und weinte um ihre verloren Liebe.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Tage und Wochen vergingen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Und als einer der Stadtbewohner morgens auf den Friedhof ging um einem Verstorbenen zu besuchen, sah her auf dem Grab des verstorbenen Liebsten einen weißen Strauch, an dessen Ästen geschlossenen Blüten hingen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Und als die ersten Strahlen der Morgensonne auf die Knospen trafen, öffneten sie sich und das Licht brach sich Tausendfach in den kristallenen Blütenblättern.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;" align="center">Ende</p>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Schöne neue Welt</title>
		<link>http://shidave.wordpress.com/2009/01/02/schone-neue-welt/</link>
		<comments>http://shidave.wordpress.com/2009/01/02/schone-neue-welt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 21:22:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shidave</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Schöne neue Welt

Entspannt lehnte sie sie in ihrem Sessel zurück.
Feierabend.
Nichts mehr zu tun.
Das sind ihre einzigen Gedanken.
Ach nein, da war noch eine Sache, die erledigt werden musste, aber Gott sei Dank nicht von ihr.  
Die Rothaarige ging an ihr vorbei, bedachte sie mit einem flüchtigen Abschiedskuss und schloss dann hinter sich die Tür.
Doch die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=shidave.wordpress.com&blog=4018736&post=28&subd=shidave&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="margin-bottom:0;" align="center">Schöne neue Welt</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Entspannt lehnte sie sie in ihrem Sessel zurück.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Feierabend.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Nichts mehr zu tun.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Das sind ihre einzigen Gedanken.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ach nein, da war noch eine Sache, die erledigt werden musste, aber Gott sei Dank nicht von ihr.  <span id="more-28"></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Die Rothaarige ging an ihr vorbei, bedachte sie mit einem flüchtigen Abschiedskuss und schloss dann hinter sich die Tür.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Doch die Andere reagierte gar nicht darauf. Es war als würde sie gar nichts mehr wahrnehmen und starrte nur an die Decke.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Gut, ihr sollte es recht sein. Ihr neuer Freund wartete auf sie um mit ihr zu fliehen.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Weg von dieser Wahnsinnigen, die im Haus saß und die Welt um sich herum nicht mehr zu sehen schien.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Vielleicht war sie ja auch tot.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Die Rothaarige hatte schon ein ums andere Mal nach dem Puls ihrer Lebensgefährtin getastet, da sie sich nicht sicher gewesen war ob diese noch unter den Lebenden weilte.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Wie hatte sie in diese Situation geraten können?</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Sie war doch nur ein einfaches Mädchen vom Lande gewesen, das in der Disco von einer anderen Frau angebaggert worden war.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Sie hatte es aufregend gefunden, etwas Neues auszuprobieren, sich neu zu erfahren und all das hatte ihr die dunkelhaarige Fremde gegeben. Sie hatte sie aufgebaut, ihr Selbstbewusstsein gestärkt und ihr eine völlig neue Welt gezeigt.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Eine Welt, in der Geld keine Rolle spielte, in der sie jeden Abend in eine andere Edeldiskothek gehen konnte, die Nacht durchfeierte und am Tag in den besten und teuersten Geschäften der Stadt einkaufen konnte.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Aber dann war der Tag gekommen, an dem sie aus dieser rosaroten Zauberwelt aufgewacht war und sah, was ihr dieses Leben bescherte.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Diese liebevolle Frau, die sie zu kennen geglaubt hatte, war eine Mörderin.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Sie tötete Menschen und bekam viel, sehr viel Geld dafür. Sie hatte sogar Leute, die für sie mordeten und kleine Kinder an Drogen brachten.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Sie hatte gesehen wie die Frau, die sie immer mit einem Kuss und einem Lächeln auf den Lippen geweckt hatte, getötet hatte ohne mit der Wimper zu zucken.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Sie war verrückt.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Die Rothaarige war an die schlimmste Art einer  Wahnsinnigen geraten.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Diese Wahnsinnige hatte Geld und Macht.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Und wenn man das besaß, war man nicht verrückt, sondern lediglich exzentrisch.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ohne mit der Wimper zu zucken hatte sie einen Mann erschossen. Dabei hatte er sich nur mit der Rothaarigen unterhalten.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">In diesem Augenblick war ihr klar geworden, dass die Andere eifersüchtig über sie wachte und dieser Poolboy nicht der Erste war, der ihretwegen gestorben war.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Sie hatte begonnen ihre Flucht zu planen und zu organisieren.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Heimlich schaffte sie Geld zu Seite und fand jemanden, der mit ihr gehen würde. Jemand, mit dem sie ein neues Leben anfangen würde.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Heute floh sie.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Die Andere würde davon nichts bemerken, genauso wenig wie sie die Geldtransfähre und  die Vorbereitungen auf die Flucht bemerkt hatte.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Endlich erreichte die Rothaarige ihren Freund, der in einem Wagen vor der Einfahrt auf sie wartete. Glücklich fiel sie ihm in die Arme.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Bald würden sie weit weg sein und brauchten sich keine Sorgen mehr machen.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Sie stiegen in den Wagen und er startete den Motor…</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Die Dunkelhaarige saß noch immer in ihrem Sessel und starrte die Decke an. Dieses kleine Luder hatte geglaubt, sie hintergehen zu können… aber da hatte sie sich geirrt.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Ein Knall ließ die Fensterscheiben in ihrer Fassung  zittern und ein greller Lichtblitz erhellte die Nacht.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Erschrocken sprang ein kleiner Kater auf den Schoß der Dunkelhaarigen und sie streichelte beruhigend über seinen Rücken, wand dabei aber nicht ihren Blick von der Decke ab.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Plötzlich runzelte sie die Stirn.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">„Die Decke müsste mal wieder gestrichen werden, oder was meinst du Katerchen?!“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="center">
<p style="margin-bottom:0;" align="center">Ende</p>
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	</item>
		<item>
		<title>What happend to you?</title>
		<link>http://shidave.wordpress.com/2008/11/19/what-happend-to-you/</link>
		<comments>http://shidave.wordpress.com/2008/11/19/what-happend-to-you/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 10:31:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shidave</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kopfwürmer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://shidave.wordpress.com/?p=23</guid>
		<description><![CDATA[Der Moment in dem es passiert, meist unbemerkt, so dass man sich nicht mehr daran erinnert.


„Liebling?“
„Ja?“ Er hebt den Hintern ein Stück vom Sessel an und ein pfeifendes Geräusch ertönt.
Sie legt den Kopf schief und zieht die Nase kraus. „Was ist los?“
Er sieht sie nicht an, blättert statt dessen seine Zeitung um.
„Was soll los sein?“
„Ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=shidave.wordpress.com&blog=4018736&post=23&subd=shidave&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="margin-bottom:0;"><em>Der Moment in dem es passiert, meist unbemerkt, so dass man sich nicht mehr daran erinnert.</em></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">„Liebling?“</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Ja?“ Er hebt den Hintern ein Stück vom Sessel an und ein pfeifendes Geräusch ertönt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Sie legt den Kopf schief und zieht die Nase kraus. „Was ist los?“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Er sieht sie nicht an, blättert statt dessen seine Zeitung um.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Was soll los sein?“</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Ich weiß nicht, irgendwie warst du mal anders.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Er sieht sie an, sein Blick ist pickiert.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Das stimmt nicht, ich war schon immer so.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Sie rollt die Augen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Ich mein, du warst früher so kreativ, witzig und inovativ, hattest immer neue Ideen und  jetzt bist du &#8230;so.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Sie deutet auf ihn.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Er blickt zurück.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Ich bin immer noch witzig.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Er hebt den Hintern wieder ein Stück an, diesmal ist es ein Knallen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Siehste?“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Sie zieht eine Augenbraue hoch und wendet sich ab.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Doch dieses Mal auch innerlich.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
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	</item>
		<item>
		<title>Hunger</title>
		<link>http://shidave.wordpress.com/2008/11/07/being-safe/</link>
		<comments>http://shidave.wordpress.com/2008/11/07/being-safe/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 15:14:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shidave</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kopfwürmer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kleiner Text, der mir seit Stunden im Kopf rumschwirrt.




„Das schmeckt mir aber nich.“
Ich sehe dich einen Augenblick lang an und überlege, was ich darauf sagen soll. `Es gibt Kinder, die würden sich über was zu Essen freuen. ` zieht bei dir nicht, denn du kennst das Gefühl Hunger zu haben. Quälenden Hunger .
„Dafür hab [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=shidave.wordpress.com&blog=4018736&post=16&subd=shidave&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><blockquote><p><em><strong>Ein kleiner Text, der mir seit Stunden im Kopf rumschwirrt.</strong></em></p></blockquote>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">„Das schmeckt mir aber nich.“</p>
<p class="MsoNormal">Ich sehe dich einen Augenblick lang an und überlege, was ich darauf sagen soll. `Es gibt Kinder, die würden sich über was zu Essen freuen. ` zieht bei dir nicht, denn du kennst das Gefühl Hunger zu haben. Quälenden Hunger .</p>
<p class="MsoNormal">„Dafür hab ich eine Stunde in der Küche gestanden.“ Versuche ich es und sehe dich leicht vorwurfsvoll an.</p>
<p class="MsoNormal">„Selbst schuld.“</p>
<p class="MsoNormal">Aber ich kann sehen, dass du es nicht so meinst. Du hast den Kopf gesenkt und stocherst schon mit deiner Gabel in dem Spinat rum.</p>
<p class="MsoNormal">Du siehst zu mir hoch und nimmst widerwillig eine Gabel voll und schiebst sie dir in den Mund.</p>
<p class="MsoNormal">Ich erinnere mich wieder daran, wie du in meiner Wohnung gestanden hast, die Augen riesengroß und dünn und ausgehungert, wie du warst. Die Kleidung schmutzig, das Haar verfilzt. Noch heute frage ich mich, wie du die Kraft aufbringen konntest dich zu befreien und um Hilfe zu bitten.</p>
<p class="MsoNormal">Jetzt sitzt du hier an meinem Tisch, und gibst mir Widerworte und ich freue mich darüber.</p>
<p class="MsoNormal">Ja, tief in mir drin freut es mich, denn es zeigt mir, dass du stark geworden bist. Das du dich erholst und weiter Kraft schöpfst.</p>
<p class="MsoNormal">Dich hier so sitzen zu sehen, ist mehr als ich mir hatte träumen lassen, als ich dich das erste Mal sah.</p>
<p class="MsoNormal">Es ist nicht immer leicht, für keinen von uns beiden.</p>
<p class="MsoNormal">Aber wir schaffen es.</p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Mahlstrom</title>
		<link>http://shidave.wordpress.com/2008/10/05/mahlstrom/</link>
		<comments>http://shidave.wordpress.com/2008/10/05/mahlstrom/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Oct 2008 17:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shidave</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://shidave.wordpress.com/?p=10</guid>
		<description><![CDATA[Eigentlich ein Beitrag für einen Wettbewerb, allerdings hatte der Veranstalter Probleme die Datei zu öffnen und am Ende hielt mich ein Serverabsturz von unserem Internetanbieter davon ab, eine neue Version zuzuschicken, weswegen ich denke, dass sie nicht an dem Wettbewerb teilnehmen wird. Darum stelle ich sie hier rein.
Mahlstrom



Fahles Licht fiel durch ein scheibenloses Fenster, welches [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=shidave.wordpress.com&blog=4018736&post=10&subd=shidave&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Eigentlich ein Beitrag für einen Wettbewerb, allerdings hatte der Veranstalter Probleme die Datei zu öffnen und am Ende hielt mich ein Serverabsturz von unserem Internetanbieter davon ab, eine neue Version zuzuschicken, weswegen ich denke, dass sie nicht an dem Wettbewerb teilnehmen wird. Darum stelle ich sie hier rein.</p>
<p style="text-align:center;margin:0 0 .0001pt;"><em><strong>Mahlstrom</strong></em></p>
<p style="text-align:center;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="text-align:center;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="text-align:center;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Fahles Licht fiel durch ein scheibenloses Fenster, welches in einebrüchige Häuserwand eingelassen war. Von dem Gebäude selbst existierten nur noch drei der vier Außenwände und es besaß weder Dach, noch etwas in seinem hohlen Bauch, was es vor Regen zu schützen gäbe.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Lediglich die Insekten fanden hier noch in kleinen Ritzen und Fugen innerhalb des Mauerwerkes Schutz.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Der Boden war mit einer dicken Schicht aus Staub und Schmutz bedeckt.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Hier und dort zeugten Trümmerfelder von dem Zusammensturz von Gebäuden, die ihre Nachbarhäuser mit sich gerissen und so noch tiefere Narben in die Haut der Stadt geschlagen hatten.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Eine Wolke schob sich vor den Mond, welcher hoch am Himmel stand, und sein schwindendes Licht füllte die Schatten auf, die sich wie ein wogendes Meer auf dem Boden abzeichneten.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Die Stadt versank in der Finsternis.<span id="more-10"></span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Doch diese Finsternis brachte Leben hervor.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">In den Ruinen der Stadt setzte ein Huschen ein. Wie kleine Irrlichter stoben Gestalten aus ihren Verstecken und suchten sich ihren Weg durch die Dunkelheit.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Einige von ihnen waren Tiere, die, nun unsichtbar für nachtblinde Feinde, nach Beute ausschwärmten oder in ihre Höhlen zurückkehrten.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">In Ferin Glühzahls Kopf hatte nur ein Gedanke Platz.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er musste ES finden.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er war ein Suchender, ein Späher seines Clans, der ausgeschickt worden war, um in den Trümmern der alten Kaiserstadt einen Überlebenden zu finden.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Seine Lunge schmerzte als sie sich mit der kalten Luft voll sog und sie kurz nachdem sie sie aufgenommen hatte, wieder herauspresste.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Seine Muskeln schmerzten bei jeder Bewegung und sein Herz jagte das Blut mit einer ungeheuren Geschwindigkeit durch seine Venen, dass ihm davon übel wurde.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">In der Finsternis prallte er immer wieder gegen kleinere Hindernisse, die er nicht sah, und jedes mal fluchte er still in sich hinein, wegen des Schmerzes und dem Geräusch was Zeugnis davon ablegte, dass er durch die Ruinen wandelte.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er wusste, dass die Stadt besetzt war, auch wenn er noch keinen der Eroberer gesehen hatte. Auch während des Krieges hatten nur Wenige die Hintermänner gesehen. Man erzählte sich nur von den Schrecken, die die Dunkelheit mit sich gebracht hatte. Das Menschen aus ihren Häusern und aus den Straßen verschwanden, von den seltsamen Träumen der Seher und den Toten, die zerquetscht in ihren Betten aufgefunden wurden, in die sie sich vor wenigen Stunden noch gelegt hatten. Immer war das Haus unversehrt geblieben und oft lagen noch Ehepartner oder Kinder völlig unbeschadet neben den Toten und schliefen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Erst als man in der Kaiserstadt ausrufen ließ, dass alle Bürger ihre Träume versiegeln sollten, waren sie aus ihrer Deckung getreten.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Ihre Diener waren riesenhafte Schatten gewesen, die Häuser überragten und wie Drachen Feuer spuckten.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Ihre Fußsoldaten waren groß und schwarz und klauenbewehrt. Sie hatten vor nichts Halt gemacht, was sich ihnen in den Weg gestellt hatte.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Die Kaiserstadt war zuletzt gefallen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Vor ein paar Tagen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Es gab nur einen Überlebenden, der sich irgendwo in den Trümmern verbarg.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Als er einen großen Stein, oder war es ein Teil einer eingestürzten Mauer, übersah und hart auf den Boden fiel, beschloss Ferin, dass auch seine alten Augen ein wenig Licht benötigten.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Vorsichtig kniete er sich hin und schloss die Augen. Sein Vorhaben war gefährlich und das wusste er auch, aber blind würde er sein Ziel niemals finden.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Sein Atem wurde ruhiger. Sein Herz begann langsamer zu schlagen bis es eine normale Frequenz erreicht hatte und es wurde immer langsamer.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Jeder einzelne Schlag pumpte einen Schwall von Blut durch seine Adern und Ferins Gedanken folgte ihm.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Tief in ihm drin gab es eine Tür.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Nicht jeder hatte sie, nur einige Wenige, die in die Reihen der Zauberer fielen kannten sie und wussten wozu sie da war.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">In seinem Geist stand Ferin nun vor dieser Tür hinter der Etwas nach ihm rief und ihn lockte.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Es war ein mächtiger Mahlstrom, der das ganze Universum antrieb.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Seine Untiefen waren tückisch und seine Macht berauschend. Süß wie Honig lockte er jeden, der die Tür öffnete, um ihn dann zu verschlingen, wenn der Strom entfesselt wurde.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Nicht wenige fielen ihm während ihrer Ausbildung zum Opfer und auch wenn man voll ausgebildet war, kam es immer wieder vor, dass er jemanden in seine Untiefen zog.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Zurück blieb nur ein ausgebrannter Leib dessen Seele irgendwo in dem Mahlstrom trieb und dort verzehrt wurde. Für immer aus dem Zyklus der Wiedergeburt gerissen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Auch Ferin wäre ihm fast einmal zum Opfer gefallen. Seine Meister hatten tagelang um sein Leben gekämpft und es hatte fast ein halbe Jahr gedauert bis er nicht mehr gefüttert werden musste. [unklarer Bezug, wer genau?]</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er fürchtete sich seit dem Tag, als der Strom ihn fast verschlungen hätte, jedes Mal aufs Neue davor die Tür zu öffnen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Vorsichtig streckte er seine Hand aus um nach der Klinke zu greifen. Sie war kalt und glatt, aber kaum, das [„dass“ oder „da“, aber nicht „das“] er sie berührte, konnte er das Locken des Stroms fühlen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Wie eine alte Geliebte wandt er sich um Ferin und säuselte ihm mit süßer Stimme Verlockungen ins Ohr.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Und es kostete Ferin Kraft ihnen zu widerstehen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Sacht drückte er die Klinke hinunter und öffnete die Tür einen einzigen, winzigen Spalt breit.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Warmes, goldenes Licht fiel durch den feinen Spalt, wie ein dünner Spinnenfaden und Ferins Geist griff ihn auf und verwob ihn sanft zu einer kleinen Kugel aus Licht, die neben seinem Kopf hin und her schwebte, wie ein Irrlicht.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Zärtlich lockte der Strom ihn, zupfte an seiner Haut, aber Ferin hatte was er benötigte und schloss die Tür.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Als er seine Augen wieder öffnete, wurde die Dunkelheit um ihn herum von dem blass-blauen Licht des Irrlichtes erhellt und zeigte ihm den Weg an den Steinen vorbei.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er musste sich beeilen und hoffen, dass niemand ihn sehen würde.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Denn er konnte nur eines, sehen oder weiter durch die Schwärze stolpern.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Wie Monster aus einer anderen Welt ragten die Ruinen von Tempeln, Palästen und Häusern in den Himmel empor.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Die breite Hauptstraße war einmal belebt gewesen. Es hatte der Duft von Gewürzen und Parfums in der Luft gelegen. Musik war aus den edlen Gasthäusern gedrungen und hatte sich mit den Geräuschen der Straße gemischt. Die, die es sich hatten leisten können, waren auf Sänften getragen worden, jene, die es nicht konnten, waren zu Fuß oder zu Pferd über die gepflasterten Wege gewandert.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Für einen Moment sah Ferin noch einmal die Massen ,die dicht gedrängt die Straße hinauf und hinunter drängten, aber dann verblasste die Erinnerung und er sah statt der mit grüner Patina bedeckten Kuppel des Tempel von Lodis nur noch das ausgebrannte Skelett, was sich dunkel und drohend gegen den Himmel abzeichnete.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Früher war er gerne diesen Weg gegangen, aber nun, da die Stadt in Feindeshand war, verfluchte er die breite ungeschützte Fläche die die Straße noch immer bot, obwohl viele der Häuser, die ihren Rand gesäumt hatten dem Krieg zum Opfer gefallen waren.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">So gut es ihm möglich war, huschte er von Deckung zu Deckung, wobei ihn sein Irrlicht sichtlich behinderte, indem es ihn in einen kühlen blauen Schein hüllte.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Gerade als er es verschwinden lassen wollte, weil die Wolken sich lichteten und wieder etwas Mondlicht hindurch ließen, nahm er am Rande seines Blickfeldes eine Bewegung wahr.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Aus einer dunklen Gasse konnte er das Geräusch von nackten Füßen auf dem staubigen Boden hören.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Da er in die Stille eingehüllt war wie in einen Mantel, war das eigentlich leise Platschen wie das Donnern einer sich entfernenden Lawine.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Ein Grinsen teilte sein Gesicht fast in zwei Hälften. Es konnte keine Patrouille des Feindes sein, die trugen alle eiserne Stiefel, die zwar durch einen Zauber leichter gemacht worden waren, aber ihre Träger noch immer durch lautes Scheppern ankündigten.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er hatte den Überlebenden gefunden.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Alle Vorsicht fiel von ihm ab, als er aus seiner Deckung hinter zwei besonders großen Steinen hervortrat, die Straße im Laufschritt überquerte und dem Tappen in die Gasse folgte.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er fühlte sich wie in einem Traum, leicht und beschwingt.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er hatte ihn gefunden den Überlebenden.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er würde ihn mit in ihr Lager, außerhalb der Stadt nehmen und dann würden sie diese Region hinter sich lassen, zu dem Sammelpunkt ziehen, wo sich alle Clans trafen, um in den fernen Bergen Schutz suchen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">In die Berge, in die Wenige gegangen waren, weil sie wild und unberechenbar waren. Wo den Legenden nach Drachen hausten und ein mächtiger Magier ein Portal bewachte, dass den, der es durchschritt, zu den Göttern und zu deren Mutter, dem Alter, brachte.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Niemand wusste, was sich wirklich in den Bergen verbarg. Manchmal ging ein seltsames Leuchten von ihnen aus und einige Berge waren so hoch waren, dass sie die Wolken überragten.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Nicht einmal die Teufel, die ihr Land überfallen hatten, würden ihnen dorthin folgen und sie könnten dort vielleicht ein neues Reich errichten, oder sich ihren Weg in andere Länder bahnen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">„Wir können diesen Flüchtling nicht zurücklassen. Wir dürfen niemanden zurücklassen der zu unserm Volk gehört, nicht jetzt, wo es wichtig ist, dass wir alle zusammen sind.“</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Aura, hatte ernst geklungen, als sie das zu ihrem Anführer gesagt hatte.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Hedim war ein guter Freund und ein treue Gefährte von Ferin gewesen. Er hatte lange Zeit als Soldat und Söldner sein Brot verdient.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Als er erkannte, dass ihr Kampf aussichtslos war, hatten er und seine Vertrauten Nachrichten in alle Städte geschickt. Sie hatten die Überlebenden aus ihren Regionen aufgefordert sich an festgelegten Sammelpunkten zu treffen. Von dort aus wurden sie dann zu einem anderen Punkt geschickt, wo alle Flüchtlinge zusammen trafen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Und von dort aus sollten sie dann in die Berge ziehen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er löschte das Irrlicht nicht und es tanzte sanft neben ihm auf und ab, als er sich seinen Weg durch die schmale Gasse suchte, vorbei an Steinen und Mauerteilen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er konnte die Gegenwart des Anderen förmlich spüren, als er ihm durch das Gewirr der Gassen folgte.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Doch dann war es plötzlich wieder still.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Verunsichert verlangsamte Ferin seine Schritte.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">War er einer Illusion aufgesessen? Hatte seine Sehnsucht endlich wieder ins sichere Lager zu dürfen seinen Sinnen einen Streich gespielt?</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er blieb stehen und lauschte in die Nacht während sein Herz wieder langsamer, aber doch für ihn deutlich hörbar gegen seine Brust schlug.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Da &#8211; …ein Geräusch, das klang, als würde jemand versuchen über Steine zu klettern.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Mit einem kleinen Winken in seine Richtung bedeutete er dem Irrlicht, heller zu leuchten.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Kurz wurde es dunkler und in seinem Inneren flackerte es, dann jedoch erstrahlte es. Sein Licht malte tanzende Schatten auf die Steine. Es tauchte die Gasse in ein fahles, blau- weißes Licht.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Auf einem Haufen aus Steinen kauerte eine Gestalt.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Sie hatte helles gelocktes Haar, was ihr bis zum Kinn reichte, abgetragene Kleidung, die über und über mit Staub bedeckt war. Das Wams und die eng anliegende Hose waren blass und mit aufwendigen Mustern bestickt, was auf eine wohlhabende Herkunft ihres Trägers schließen ließ.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Als das Licht auf sie fiel, erstarrte die Gestalt mitten in der Bewegung und rührte sich nicht mehr.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Es dauerte eine kleine Ewigkeit bis Ferin aus seiner eigenen Erstarrung erwachte.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">So dünn und ausgemergelt erschien ihm sein Gegenüber und klein, nicht viel mehr als ein Kind… ein Knabe vielleicht.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Wie sollte er jetzt vorgehen?</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Vorhin hatte alles noch ganz einfach ausgesehen. Er nahm ihn mit sich und brachte ihn zu dem Lager, dass er vorher das Vertrauen seines Gegenübers gewinnen musste um ihn dann dazu zu bewegen ihm zu folgen, war ihn gar nicht in den Sinn gekommen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Eines war jedoch klar. Solange er schwieg würde der Knabe ihm nicht vertrauen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Also holte er tief Luft und machte einen Schritt auf die zitternde Gestalt zu.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">„Mein Name ist Ferin Glühzahl. [oben hieß er anders!] Ich wurde geschickt, um dich zu suchen und zu den anderen Überlebenden zu bringen. Unser Volk verlässt dieses Land und es will dich an seiner Seite haben.“</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Vielleicht war es der feste Klang in Ferins Stimme gewesen, der ihn selbst überraschte,</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">aber plötzlich hörte sein Gegenüber auf zu zittern und drehte sich ganz langsam zu ihm um.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Ferins Herz setzte für einen Moment aus.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Ein Mädchen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Sie war noch jung, vielleicht 16 Jahre. Ihre hellen Augen waren geweitet und vom Weinen gerötet, aber sie war schön. Eine besonders widerborstige, goldene Locke fiel ihr in die Stirn, auf der ein zylinderförmiger Balken eintätowiert war.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Die großen Augen wurden von dunklen, dichten Wimpern eingerahmt und ihre Stupsnase war schmal und lang.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Der schmale Schmollmund war blass, aber wohlgeformt. Ihr Gesicht war ebenfalls blass und zeichnete sich durch hohe Wangenknochen und ein spitzes Kinn aus.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Für einen Augenblick lang, fühlte er sich an E ` ley erinnert und verharrte in stummer Betrachtung.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Dumpf und sich gemächlich nähernd, hallten Schritte auf.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Aber es waren nicht die vorsichtig huschenden Schritte eines zweiten Suchenden, vielmehr war es der sichere Gang eines Wächters der auf Patrouille war.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Ferin hob langsam die Hand zu seinem Mund und deutete dem Mädchen an, sie solle ruhig sein.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er hoffte, dass die Patrouille sie nicht sehen und weiterziehen würde.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Doch der Wächter schien andere Pläne zu haben, als die weitläufige Hauptstraße entlang zu gehen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Zu Ferins Entsetzen ging er genau auf sie zu.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Schnell löschte der Magier sein Licht und hastete auf das Mädchen zu, welches noch immer auf den Steinen zusammengekauert saß.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Seine Arme schlossen sich um ihren dürren Leib und er zog sie mit sich hinter den Steinhaufen, der sie vor den Blicken der Wache schützen sollte. Den leisen Schrei, der ihrem Mund entschlüpfte wurde von seiner Hand gedämpft.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Mit bedächtigen Schritten trat die Frau in die Gasse.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Sie war nicht schwer bewaffnet und auch nicht gut gerüstet. Ihre Kleidung bestand aus einer schwarzen, leichten Robe, die an der Hüfte geschnürt war und einer bequemen, ebenfalls schwarzen Leinenhose. Die Stiefel waren aus einem leichten Stoff, welcher es ihr ermöglichte sich schneller und leiser zu bewegen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Das dunkle Haar fiel ihr offen über die Schultern und setzte das bleiche Gesicht umso krasser in Szene.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Kurz vor der umgestürzten Mauer blieb sie stehen und sah sich um, ohne sich vom Fleck zu bewegen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Dann teilte ein Lächeln ihr Gesicht und sie wandte sich wieder zum gehen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Erst als die Schritte der Wache wieder auf der Hauptstraße verhallt waren, wagte Ferin wieder zu atmen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Seine Hand lockerte sich und er entließ das Mädchen, dessen Gesicht tränenüberströmt war aus seinen Armen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">„Es tut mir leid.“</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Mehr brachte er nicht heraus.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Götter, sie sah E ` ley so ähnlich. Seiner kleinen E ` ley.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Der Weg zurück zum Lager war lang gewesen und war ihnen wie eine halbe Ewigkeit vorgekommen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Doch als Ferin und das Mädchen gemeinsam in der kleinen Ansammlung von Zelten standen und darauf warteten das Aura sie empfangen würde, spürte der Magier, das es sich gelohnt hatte, diese Strapazen auf sich zu nehmen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Aus den Augenwinkeln heraus betrachtet er seinen Schützling. Während des ganzen Weges hatte sie nicht einen Ton gesagt oder wieder geweint.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Sie stand einfach nur da und starrte in die Leere.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">`Was sie wohl durchgemacht hat? `</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Eine Plane schwang zur Seite und die Seherin Aura trat aus dem Zelt.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Aura war die Jüngste ihrer Zunft, allerdings auch die Begabteste. Obwohl sie noch nicht einmal zehn Jahre alt war.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Ihr rundes Kindergesicht war ernst und mit jeder Bewegung ihres Kleides klimperten kleine Glocken, die an ihrem Rock angebracht waren.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">„Ich hätte gedacht, dass du älter bist.“</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Ferin schauderte bei dem Blick, den Aura dem Mädchen schenkte.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Aura war als Schneekind zu Welt gekommen. Haut und Haare waren bei ihr weiß und die Augen hatten einen eigenartigen Rotton als Farbe.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Ihresgleichen wurde schon immer mit besonderen Gaben gesegnet und Aura wurde die jüngste Seherin aller Zeiten.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Bange Stunden wartete das ganze Lager vor dem Zelt der Seherin, in das die beiden Mädchen verschwunden waren. Bis die Beiden endlich, begleitet von einigen Sehern, die dem Gespräch beigewohnt hatten, wieder hinaus ins Freie traten.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Nun würde die Reise endlich weitergehen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Am Fuße des Berges Chetalon würden sie sich mit den anderen neun Gruppen, die durch das Land zogen vereinigen und weiter in die Berge ziehen, wo sie auf eine Zukunft hofften.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er erinnerte sich an sie. Seine kleine Tochter E`ley.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Sie war ein wundervolles Kind gewesen. Liebreizend und folgsam. Aufgeweckt und intelligent.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Doch dann war ihr Geist in die lange Dunkelheit gegangen. Unbemerkt hatte die Krankheit sich durch ihren Verstand gefressen und war erst entdeckt und erkannt worden, als es zu spät war.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Ferin Glühzahl sah noch immer ihr kleines Gesicht vor sich. Die großen Augen, die ängstlich durch den Raum irrten und an keinem der geliebten Gesichter Halt machten.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er öffnete die Augen und blickte an die Decke seines Zeltes.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Dieses Mädchen&#8230; es war genauso hilflos wie seine E`ley damals.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Mit von Schlaf noch tauben Gliedern stand er auf und schritt in Richtung des Zeltes, in dem man das Mädchen untergebracht hatte. Er würde auf sie Acht geben, so wie er auf seine kleine E`ley hätte Acht geben müssen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">„Findet Ihr mich grausam? Denkt Ihr ich bin grausamer als sie?“ Die Frau in schwarz sah auf Ferin hinab, der gebrochen in seinen Ketten hing.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er hatte sie doch verteidigen wollen&#8230; er hatte ein Leben für sie geben wollen&#8230; und nun das.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Seine Augen waren trüb und stumpf und es kostete ihn viel Kraft den Kopf zu heben, um die Frau anzusehen.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Es war die Frau, die er in der Stadt gesehen hatte. Nur trug sie nun eine Robe, die sie schmückte als wäre sie an einem Königshof und nicht in einem staubigen Soldatenlager.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">„Ihr Verrat tut weh, nicht war?“ Sie sah ihn mitleidig an. „Hier, ich gebe Euch etwas, was die Schmerzen lindern wird.“</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Sie berührte seine Stirn und er spürte, wie etwas in seinem Inneren sich löste.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Mit einem milden Lächeln drehte sie sich um und ließ den Gefangenen alleine.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er war von Kampflärm geweckt worden. Es war vor einigen Tagen gewesen, oder erst vor wenigen Stunden?</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Sie hatten das Lager gefunden.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er hatte nicht gewusst wie.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Durch den Schutzwall der Seher waren sie nicht unentdeckt geblieben. Sie waren wie eine dunkle Flut über das Lager hereingebrochen und hatten die Flüchtlinge niedergemäht.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Der Alptraum hatte wieder begonnen, wie in den Städten waren sie nicht aufzuhalten gewesen, nur dass sie hier nicht vor Mauern kämpften, sondern in dünnwandigen Zeltstädten.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Dann war die Frau in schwarz erschienen. Sie war ihre Generälin. Sie hatte sie geführt und den vernichtenden Schlag gegen die Flüchtlinge geleitet. Sie war auf das Zelt zugeschritten, vor dem Ferin immer noch kauerte.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er war mit Blut bedeckt und vor ihm lagen die Leichen all derer, die sich ihm und damit dem Zelt genähert hatten.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er hatte sich zum Angriff bereit gemacht, bereit sich für seine Ziehtochter zu opfern. Um ihr eine Chance zu geben zu flüchten, doch sie hatte die Plane beiseite geschoben und hatte ihn von dem Strom abgeschnitten.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">„Musstest du dir so lange Zeit lassen? Ich bin doch weiß Gott schon genug gestraft, weswegen musste ich meine Zeit verplempern, indem die Aktion so lange hinausgezögert wurde?“</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Die Stimme des Mädchens war kalt und ohne Gefühl.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Die Frau in schwarz hatte nur gelächelt und einen tiefen Knicks vollführt.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">„Verzeiht mir, Herrin.“</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Dann hatte sich das goldhaarige Mädchen zu Ferin umgedreht, welcher wie ein Fisch an Land nach Atem rang, noch immer überwältigt von dem Schock der Abtrennung, die er erlitten hatte. „Ihn nicht!“ Sie hatte mit dem Finger auf ihn gezeigt.“ Mit ihm will ich noch ein bisschen Spaß haben.“</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Nach und nach waren alle gestorben, auch die kleine Aura und der starke Hedim.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Nun blieb nur noch er übrig und sah einem qualvollen Schicksal entgegen. Doch man hatte ihm einen Ausweg gewährt, eine Möglichkeit zur Flucht.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">„Eure Gnade ist pervers&#8230;“</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Er schloss die Augen und gleich war das Locken da. Er sah in seinem Geist die Tür und hörte wie es ihn rief.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Es zog an seiner Haut, an seinem Verstand und an seiner Seele.</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">„&#8230; doch sie ist mehr als ich bei meinem Feind zu finden gehofft hatte.“</p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">Dann riss er die Tür auf und stürzte in den Mahlstrom, hinein in das ewige Vergessen.</p>
<p class="MsoNormal">
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	</item>
		<item>
		<title>Der Schutzengel</title>
		<link>http://shidave.wordpress.com/2008/07/06/der-schutzengel/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Jul 2008 23:21:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shidave</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lost Heaven]]></category>

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		<description><![CDATA[Juanita konnte reden.
Auch wenn man ihr alle Talente absprechen konnte, reden konnte sie.
Wenn sie sprach tat sie das ohne Punkt und Komma, sie hat geleuchtet, wenn sie die Worte ihre Lippen verlassen haben.
Reden war ihre Begabung.
Sie tat es mit so einer Leidenschaft, dass ich mich ihr nur schwer entziehen konnte.

Ich habe sie das erste Mal [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=shidave.wordpress.com&blog=4018736&post=8&subd=shidave&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="MsoNormal">Juanita konnte reden.</p>
<p class="MsoNormal">Auch wenn man ihr alle Talente absprechen konnte, reden konnte sie.</p>
<p class="MsoNormal">Wenn sie sprach tat sie das ohne Punkt und Komma, sie hat geleuchtet, wenn sie die Worte ihre Lippen verlassen haben.</p>
<p class="MsoNormal">Reden war ihre Begabung.</p>
<p class="MsoNormal">Sie tat es mit so einer Leidenschaft, dass ich mich ihr nur schwer entziehen konnte.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ich<span> </span>habe sie das erste Mal gesehen, als sie mit einer Freundin über den Platz vor der Sankt Michaels Kathedrale gegangen ist.</p>
<p class="MsoNormal">Sie haben ein Eis gegessen und über dies und das gesprochen. Nichtigkeiten, die für sie die Welt bedeuteten… und ich?</p>
<p class="MsoNormal">Ich habe nur gesehen, wie sie sich bewegt hat, ihr Haar zurück geworfen hat, als der Wind es ihr ins Gesicht gepustet hat … und wie sie geredet hat.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ich… ich konnte sie einfach nicht mehr vergessen.<span id="more-8"></span></p>
<p class="MsoNormal">Ich habe tagelang auf dem Platz gesessen, und habe gehofft, dass sie wiederkommt und tatsächlich.</p>
<p class="MsoNormal">Nach fast einer Woche, in der ich mich fast 24 Stunden dort herumgetrieben habe, ging sie mit einer Tüte im Arm an mir vorbei.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ich bin ihr bis nach Hause gefolgt und habe darauf geachtet, dass ihr nichts passiert.</p>
<p class="MsoNormal">Als sie dann in ihrer Wohnung war habe ich sie im Telefonbuch gesucht und bei ihr angerufen.</p>
<p class="MsoNormal">Ihr müsst mich verstehen, Ein Großteil der tödlichen Unfälle passieren im Haushalt, dass konnte ich doch nicht zulassen.</p>
<p class="MsoNormal">Wenn ihr etwas passiert wäre und keiner bemerkt es.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Aber ich glaube sie hat meine Fürsorge zu Anfang nicht richtig verstanden.</p>
<p class="MsoNormal">Nachdem ich sie ein paar Mal angerufen habe wurde sie wütend und nach ein paar Weiteren weinte sie und sagte, dass ich sie doch in ruhe lassen sollte.</p>
<p class="MsoNormal">Aber das konnte ich doch nicht und sie brauchte doch auch keine Angst vor mir zu haben.</p>
<p class="MsoNormal">Ich wollte sie doch nur beschützen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ich hab dann irgendwann alles aufgegeben.</p>
<p class="MsoNormal">Ich hatte genug Geld, dass ich eine Zeit ohne Arbeit leben konnte, wenn auch erst, nachdem ich alle meine Sachen verkauft hatte, aber jetzt konnte ich mich endlich 100% um ihre Sicherheit kümmern.</p>
<p class="MsoNormal">Ich quartierte mich in einer kleinen Wohnung gegenüber von ihrem Haus ein und beobachtet sie von nun an.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Sie wusste, dass ich da war. Auf dem Nachhauseweg sah sie sich oft nach mir um, aber ich war schneller als sie und konnte mich verstecken. Bis auf einmal, aber ich glaube, sie hat mich nur für einen Mann in der Menge gehalten, denn sie hat mich nicht weiter beachtet.</p>
<p class="MsoNormal">Irgendwie hat mich das verletzt.</p>
<p class="MsoNormal">Aber natürlich kam es mir auch gelegen, denn die wirklich guten Schutzengel sind für ihre Schützlinge unsichtbar.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Nach und nach hat sie dann angefangen mir die Arbeit zu erleichtern.</p>
<p class="MsoNormal">Zu Anfang hatte ihr Tag so ausgesehen, dass sie morgens zur Arbeit gegangen war, sich danach mit Freunden traf, zum shoppen ging oder sonst etwas machte.</p>
<p class="MsoNormal">Nach einiger Zeit jedoch, begann sie weniger weg zu gehen, irgendwann dann sogar gar nicht mehr.</p>
<p class="MsoNormal">Keine Freunde, keine Eltern, kein shoppen. Letzteres war die größte Erleichterung, denn <span> </span>ich habe sie schon oft in einem Einkaufscenter aus den Augen verloren und sie erst Minuten später wieder gefunden. <span> </span></p>
<p class="MsoNormal">Ich will mir nicht ausdenken, was ihr alles passieren könnte.</p>
<p class="MsoNormal">Auch die eingestellten Besuche bei den Eltern haben<span> </span>mir manche schlaflose Nacht erspart.</p>
<p class="MsoNormal">Sie auf dem Highway zu wissen, war schrecklich für mich, zumal ihr Fahrstil mehr als nur … rasant zu bezeichnen.</p>
<p class="MsoNormal">Die Lebensmittel hat eine Nachbarin für sie eingekauft und eines Tages hörte sie sogar auf zu arbeiten.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ich musste also nur noch hinter meinem Fenster sitzen und, ihre Wohnung beobachten und bei ihr anrufen, damit ich sicher sein konnte, dass ihr nichts passiert war.</p>
<p class="MsoNormal">Auch wenn sie nicht mehr ranging, konnte ich doch sehen, dass sie sich in der Wohnung bewegte.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Alles lief wunderbar… bis eines Tages die Polizei und der Rettungswagen vor ihrem Haus standen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ich habe sie vor allem beschützen können…nur vor sich selber nicht.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Lost Heaven</title>
		<link>http://shidave.wordpress.com/2008/06/19/lost-heaven/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 19:29:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shidave</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lost Heaven]]></category>
		<category><![CDATA[RPG]]></category>

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		<description><![CDATA[Lost Heaven wurde 1776 von den ersten Siedlern, die tiefer in das Landesinnere von Amerika vorstießen gegründet. Den Siedlern, welche seit Wochen unterwegs waren, erschien dieses Tal, was zwischen den Ausläufern der Rocky Mountains und einem Flussdelta lag, wie der verlorene Garten Eden, an den der Name der Stadt erinnern soll. 
Kaum war die Grundstrucktur [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=shidave.wordpress.com&blog=4018736&post=4&subd=shidave&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Lost Heaven wurde 1776 von den ersten Siedlern, die tiefer in das Landesinnere von Amerika vorstießen gegründet. Den Siedlern, welche seit Wochen unterwegs waren, erschien dieses Tal, was zwischen den Ausläufern der Rocky Mountains und einem Flussdelta lag, wie der verlorene Garten Eden, an den der Name der Stadt erinnern soll. <!--[if gte vml 1]&amp;gt;                    &amp;lt;![endif]--><!--[if !vml]--><span id="more-4"></span><!--[endif]--></p>
<p>Kaum war die Grundstrucktur des Versorgungsnetzes aufgebaut, kam es zu einer Reihe von Todesfällen aufgrund einer mysteriösen Krankheit. Mit der steigenden Zahl der Einwohner ging das Auftreten der Krankheit und die damit verbundenen Todesfälle zurück.</p>
<p>Während des Goldrausches um 1850 stieg die Bevölkerungszahl sprunghaft an und man war, durch das Ansteigen der Güter, die auf dem Fluß transportiert wurden, gezwungen die Hafenanlagen auszubauen. jedoch benötigten man auch mehr Platz auf die Seite des anderen Ufers hin, weswegen man beschloss den Fluss zu stauen, wodurch ein großer See entstand, der von den Zuflüssen des Deltas genährt wird. Die Gebiete hinter dem Staudamm verkamen im Laufe der Jahre und durch das beständige Ablassen von Wasser aus dem See zu einer Sumpflandschaft, die den Everglades in Florida nicht unähnlich ist.</p>
<p>Zurzeit ist die Stadt Lost Heaven umgeben von einem künstlichen Sumpf und den Ausläufern der Rocky Mountains.</p>
<p>Zu Beginn stütze sich die Wirtschaft von Lost Heaven aus Viehzucht und den Handel über die Wasserwege. es diente als Zwischenlager für exotische Waren und während des Bürgerkriegs als Waffenkammer.</p>
<p>Um 1850 wurde seine Wirtschaft stark abhängig von den Erträgen aus dem Bergbau; Anfang des 20ten Jahrhunderts von der aufblühenden Industrie. In der Neuzeit schließlich bezieht die Stadt ihr Kapital aus dem In- und Export von Waren, der Industrie sowie einem Netz aus Banken und Firmen.</p>
<p>Als 1931, als Antwort auf die Große Depression, das Glücksspiel legalisiert wurde, zog Lost Heaven mit, jedoch ohne großen Erfolg. Ob es an der Nähe zu Las Vegas, oder daran, dass die eröffneten Kasinos vergleichsweise klein und schäbig waren, lag, dass sich das Glücksspiel nie wirklich etablierte, weiß man nicht. Trotz hoher wirtschaftlicher Gewinne hat Lost Heaven eine hohe Zahl an Arbeitslosen, so, wie die Meisten großen amerikanischen Städte.</p>
<p>Die Erbauer und späteren Bürger der Stadt waren abergläubische Menschen. Dies spiegelt sich in der Architektur und dem Stadtbild wieder.</p>
<p>Das erste Gebäude aus Stein, welches die Siedler errichteten war eine Kapelle, die im Laufe der Jahre zur <em>Sankt Michaels Kathedrale </em>ausgebaut wurde, welche nun die ganze Stadt überragt.</p>
<p>Als Schutz vor bösen Geistern wurden die Häuser mit Wasserspeiern versehen, welche bis Heute, selbst Neubauten schmücken.</p>
<p>Es gibt nur wenige Friedhöfe, welche allerdings meist außerhalb der Stadt liegen und Teil einer Kappelle sind, welche um die Stadt verstreut gebaut wurden. Ein großer Friedhof liegt ca. 20 Meilen östlich vor der Stadt. Auf ihm liegen häuptsächlich anonyme Gräber.</p>
<p>Wer es sich leisten kann, kauft ein Grab auf einem der abseits gelegenen Friedhöfe, wer sich das nicht leisten kann, wird entweder auf dem großen Friedhof außerhalb der Stadt, oder aber in den Katakomben, die unter der Kathedrale liegen beigesetzt.</p>
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