Der Schutzengel
Juanita konnte reden.
Auch wenn man ihr alle Talente absprechen konnte, reden konnte sie.
Wenn sie sprach tat sie das ohne Punkt und Komma, sie hat geleuchtet, wenn sie die Worte ihre Lippen verlassen haben.
Reden war ihre Begabung.
Sie tat es mit so einer Leidenschaft, dass ich mich ihr nur schwer entziehen konnte.
Ich habe sie das erste Mal gesehen, als sie mit einer Freundin über den Platz vor der Sankt Michaels Kathedrale gegangen ist.
Sie haben ein Eis gegessen und über dies und das gesprochen. Nichtigkeiten, die für sie die Welt bedeuteten… und ich?
Ich habe nur gesehen, wie sie sich bewegt hat, ihr Haar zurück geworfen hat, als der Wind es ihr ins Gesicht gepustet hat … und wie sie geredet hat.
Ich… ich konnte sie einfach nicht mehr vergessen.
Ich habe tagelang auf dem Platz gesessen, und habe gehofft, dass sie wiederkommt und tatsächlich.
Nach fast einer Woche, in der ich mich fast 24 Stunden dort herumgetrieben habe, ging sie mit einer Tüte im Arm an mir vorbei.
Ich bin ihr bis nach Hause gefolgt und habe darauf geachtet, dass ihr nichts passiert.
Als sie dann in ihrer Wohnung war habe ich sie im Telefonbuch gesucht und bei ihr angerufen.
Ihr müsst mich verstehen, Ein Großteil der tödlichen Unfälle passieren im Haushalt, dass konnte ich doch nicht zulassen.
Wenn ihr etwas passiert wäre und keiner bemerkt es.
Aber ich glaube sie hat meine Fürsorge zu Anfang nicht richtig verstanden.
Nachdem ich sie ein paar Mal angerufen habe wurde sie wütend und nach ein paar Weiteren weinte sie und sagte, dass ich sie doch in ruhe lassen sollte.
Aber das konnte ich doch nicht und sie brauchte doch auch keine Angst vor mir zu haben.
Ich wollte sie doch nur beschützen.
Ich hab dann irgendwann alles aufgegeben.
Ich hatte genug Geld, dass ich eine Zeit ohne Arbeit leben konnte, wenn auch erst, nachdem ich alle meine Sachen verkauft hatte, aber jetzt konnte ich mich endlich 100% um ihre Sicherheit kümmern.
Ich quartierte mich in einer kleinen Wohnung gegenüber von ihrem Haus ein und beobachtet sie von nun an.
Sie wusste, dass ich da war. Auf dem Nachhauseweg sah sie sich oft nach mir um, aber ich war schneller als sie und konnte mich verstecken. Bis auf einmal, aber ich glaube, sie hat mich nur für einen Mann in der Menge gehalten, denn sie hat mich nicht weiter beachtet.
Irgendwie hat mich das verletzt.
Aber natürlich kam es mir auch gelegen, denn die wirklich guten Schutzengel sind für ihre Schützlinge unsichtbar.
Nach und nach hat sie dann angefangen mir die Arbeit zu erleichtern.
Zu Anfang hatte ihr Tag so ausgesehen, dass sie morgens zur Arbeit gegangen war, sich danach mit Freunden traf, zum shoppen ging oder sonst etwas machte.
Nach einiger Zeit jedoch, begann sie weniger weg zu gehen, irgendwann dann sogar gar nicht mehr.
Keine Freunde, keine Eltern, kein shoppen. Letzteres war die größte Erleichterung, denn ich habe sie schon oft in einem Einkaufscenter aus den Augen verloren und sie erst Minuten später wieder gefunden.
Ich will mir nicht ausdenken, was ihr alles passieren könnte.
Auch die eingestellten Besuche bei den Eltern haben mir manche schlaflose Nacht erspart.
Sie auf dem Highway zu wissen, war schrecklich für mich, zumal ihr Fahrstil mehr als nur … rasant zu bezeichnen.
Die Lebensmittel hat eine Nachbarin für sie eingekauft und eines Tages hörte sie sogar auf zu arbeiten.
Ich musste also nur noch hinter meinem Fenster sitzen und, ihre Wohnung beobachten und bei ihr anrufen, damit ich sicher sein konnte, dass ihr nichts passiert war.
Auch wenn sie nicht mehr ranging, konnte ich doch sehen, dass sie sich in der Wohnung bewegte.
Alles lief wunderbar… bis eines Tages die Polizei und der Rettungswagen vor ihrem Haus standen.
Ich habe sie vor allem beschützen können…nur vor sich selber nicht.

Nice… xD Ich will auch so einen. (Aber nur wenn er gut aussieht, dann darf mich bestalken wer will! *joke*)
Nein, wirklich eine nette kleine Geschichte. ^^
Bravo.
gefällt mir wirklich gut.
n paaaaar grammatikalische kleinigkeiten, aber naja. ^^
gefickt eingeschädelt ^^
Ich müsste jetz irgendwie sowas sagen wie „wow“ …
gefällt mir sehr gut … ich pack dich doch
gleich mal in meinen Feedreader … freu mich auf mehr